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© Berufsfotografen.com / Resource Document 82: http://www.bf-muc.de

 

  1. Fotograf / Fotografin

  2. Foto-/Medienlaborant / Foto-/Medienlaborantin

  3. Fotolaborant / Fotolaborantin

  4. Fototechnischer Assistent/in

  5. Mediengestalter/in  Bild und Ton

  6. Fotodesigner / Fotodesignerin

 
Quelle:  Bundesanstalt für Arbeit

 

Fotolaborant / Fotolaborantin

Ausbildungsbereiche: Handwerk und Industrie

Berufsausbildung

Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die zweijährige Ausbildung erfolgt im wesentlichen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich.

 

2jährige Berufsausbildung

Inhalte und Ablauf

Im 1. Ausbildungsjahr lernen Auszubildende beispielsweise:

  • welche Eigenschaften lichtempfindliche Materialien haben, wie sie gehandhabt und gelagert werden und welche Verwendungsmöglichkeiten es für sie gibt,
  • wie fotochemische Bäder und Lösungen angesetzt und kontrolliert werden,
  • wie man Aufträge vom Eingang bis zur Auslieferung betreut, z.B. belichtete Filme vorsortiert und kennzeichnet,
  • was man für die Entwicklung von Schwarzweiß- und Farbfilmen wissen muß, u.a. die Arbeitsweise von gebräuchlichen Entwicklungsmaschinen,
  • wie man Negative und Dias nach Dichte, Gradation (Abstufung der Helligkeitswerte), Farbe und Schärfe beurteilt,
  • wie man Aufträge fertig macht, z.B. Kopien beschneidet, Bilder schutzlakkiert sowie Bilder und Diapositive ein- und ausrahmt.

Zwischenprüfung des 1. Ausbildungsjahres

Im 2. Ausbildungsjahr wird unter anderem vermittelt:

  • was bei der Anfertigung von einfachen Reproduktionen (Negative und Positive, die nach Vorlagen zum Zwecke der Wiedergabe und Vervielfältigung durch Drukken hergestellt werden) berücksichtigt werden muß,
  • wie man Fehler und Störungen bei der Film- und Positiventwicklung feststellt und behebt,
  • was man für das Kopieren und Vergrößern in Schwarzweiß und Farbe wissen muß, z.B. wie man die automatischen Kopier- und Vergrößerungsgeräte bedient,
  • wie man Negative und Positive ausfleckt, Dichte, Farbe, Gradation des Bildes korrigiert, den Farbton, die Farbhelligkeit und Farbsättigung durch variable Belichtung korrigiert und beurteilt,
  • worauf man beim Durchführung von Qualitätskontrollen achten muß.

Abschlußprüfung

Berufsausübung (ausgewählte Merkmale)

Nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung bieten sich z.B. Ausübungsmöglichkeiten in industriellen Großlabors, in Labors von Fotofachgeschäften oder bei Berufsfotografen.

 

Tätigkeiten
  • Entwickeln und Kopieren von Filmen und Platten
  • Herstellen von schwarzweißen und farbigen Abzügen sowie Vergrößerungen
  • Anfertigen von Reproduktionen, Fotokopien und Diapositiven
  • Retuschieren, d.h. Ausflecken und Veredeln von Fotografien
  • Einstellen von automatischen Laboranlagen und Geräten
  • Überwachen der Arbeitsabläufe
  • Wechseln der chemischen Flüssigkeiten
  • Nachfüllen von Kopierpapier
  • Durchführen von Qualitätskontrollen
Arbeitsmittel/
Werkzeug
Material
  • Filme aller Art, Kassetten, Fotoplatten
  • Papierabzüge, Druckvorlagen, Fotopapier
  • Belichtungsmesser, Thermometer, Densitometer
  • Trichter, Klammern, Entwicklungszangen
  • Lupen, Marderhaarpinsel, Rasierklingen, Retuschemesser
  • Filmentwicklungsdosen, Wässerungswannen, Filmtrockner
  • Entwicklungsschalen, automatische Walzenentwicklungsmaschinen
  • Schwarzweiß- und Farbvergrößerungsgeräte, Diaduplikatoren, Negativentwicklungsmaschinen
  • Reproduktionskameras, Beleuchtungseinrichter
  • Entwickler, Fixierbäder, Bleichbäder
Umgang mit
  • Kollegen, Vorgesetzten, Meisern, Betriebsinhabern
  • Kunden und Auftraggebern
  • Lieferanten
Arbeitsort/
Arbeitsum-
gebung
  • Labors

 

Berufliche Weiterbildung

Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten

  • Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, z.B. über Fotografie-Labortechnik, Fotografie-Colorvergrößerung im Negativ-Positiv-Verfahren, Kalkulation und Kostenrechnung im Handwerk, Mitarbeiterbeziehungen, Arbeitsunterweisung, Ausbildung der Ausbilder

Aufstiegsfortbildung (nach entsprechender Berufspraxis)

  • Industriemeister/in der Fachrichtung Fotobildtechnik
  • Techniker/in der Fachrichtung Bildtechnik
  • Fotofachkaufmann/-frau

 

© Bundesanstalt für Arbeit Stand: 02/93    alle Angaben ohne Gewähr

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