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Fotografen und Fotografinnen beherrschen die klassische
Fotografie ebenso wie die digitale. Sie arbeiten in den
Schwerpunkten Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie-
und Architekturfotografie oder Wissenschaftsfotografie. Darüber
hinaus werden Fotografien auch im Film und in der Videotechnik
eingesetzt. Vor einer Aufnahme entscheiden Fotografen und
Fotografinnen, welches Aufnahmematerial und welche Kamera
einschließlich Objektiv sich für die jeweiligen
Aufnahmebedingungen am besten eignen. Sie wählen die
fotografische Technik sowie die Beleuchtungsart, richten die
Beleuchtung ein und fotografieren ihr Motiv. Häufig machen sie
mehrere Aufnahmen vom gleichen Motiv, z.B. mit verschiedenen
Objektiven, aus unterschiedlichen Kamerawinkeln oder bei
veränderten Lichtverhältnissen. Außerdem planen sie die
Entwicklungs- und Laborarbeiten und entwickeln, vergrößern oder
kopieren Fotografien. Routine-Laborarbeiten oder Sonderaufträge,
wie das Aufdrucken eines Portraits auf eine Tasse, geben sie
auch außer Haus an industrielle Großlabors. |
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Worum geht es?
Fotografen und Fotografinnen halten mit der Kamera individuelle
Eindrücke von Menschen oder der Natur, von Ereignissen oder von
Gegenständen fest und bearbeiten die Ergebnisse anschließend im
Fotolabor bzw. am Bildschirm. Sie arbeiten in den Schwerpunkten
Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und
Architekturfotografie oder Wissenschaftsfotografie.
Ein Foto für alle Fälle
Ein Paar kann sich nicht entscheiden, wie seine Hochzeitsfotos
arrangiert werden sollen, ein Unternehmen benötigt Fotos für
eine Marketingbroschüre, und ein Wissenschaftsmagazin möchte
gestochen scharfe Detailaufnahmen eines technischen Gerätes
haben: Während Fotografen und Fotografinnen ihre Kunden im
Verkaufsraum ihres Geschäfts oder im Atelier beraten, haben sie
bereits eine Idee vom fertigen Bild vor Augen. Die
Hochzeitsbilder nehmen sie z.B. im eigenen Studio auf, für die
Broschüre begeben sie sich direkt zum Kunden. Je nach Motiv
fotografieren sie mit Kleinbild-, Mittelformat- bzw.
Großbildkameras auf Chemiefilm oder verwenden Digitalkameras.
Außerdem wählen sie ein passendes Objektiv: Für ein
Hochzeitsfoto eignet sich z.B. ein leichtes Teleobjektiv und für
die Aufnahme des Unternehmensgebäudes ein Shiftobjektiv. Häufig
benutzen Fotografen und Fotografinnen Stative und
Beleuchtungseinrichtungen, auch wenn sie vor Ort fotografieren.
Qualität und Aussage eines Bildes hängen entscheidend von der
Beleuchtung ab. Fotografen und Fotografinnen regulieren die
Stärke und Dauer der Belichtung durch die Einstellung der Blende
und der Verschlusszeit und erzielen die gewünschten
Beleuchtungseffekte z.B. mit hartem Scheinwerferlicht oder einer
weichen Flächenleuchte. Gerade bei Aufnahmen auf analogen Filmen
verwenden sie Messgeräte, um einem Rot- oder Blaustich
vorzubeugen.
Daneben reproduzieren Fotografen und Fotografinnen Bilder aller
Art, etwa von Plänen, Gemälden, Zeichnungen, Fotos oder Farb-
und Schwarzweißdrucken. Solche Reproduktionen führen sie
entweder im Labor oder beim Auftraggeber durch, z.B. in Kirchen,
Galerien oder Museen.
Im Labor und am PC
Nachdem sie die Aufnahmen gemacht haben, bringen Fotografen und
Fotografinnen diese aufs Papier. Das bedeutet für die klassische
Fotografie, dass sie die Filme im Labor entwickeln, die Bilder
vergrößern und weiterverarbeiten. Schwarzweiß- oder
Farbaufnahmen entwickeln sie in der Dunkelkammer im jeweils
geeigneten Verfahren: Um z.B. die maximale Bildschärfe erzielen
zu können, verwenden sie einen anderen Entwickler als für eine
unsichtbare Körnung (unregelmäßige optische Dichte). Sie
beachten die Temperatur der Entwicklungslösung und die
Entwicklungszeit, bleichen den Farbfilm und fixieren ihn.
Anschließend wässern sie den Film ausreichend und hängen ihn zum
staubfreien Trocknen auf.
Nach dem Entwickeln beurteilen sie die Bildqualität, Farbe,
Dichte und Schärfe der Aufnahmen. Sie legen die geeigneten
Bildausschnitte, Belichtungszeit, Farbfilterung und Papiersorte
fest, justieren die entsprechenden Geräte und fertigen
Vergrößerungen im jeweils vom Kunden gewünschten Format an.
Abschließend führen sie Feinarbeiten an den fertigen Fotografien
aus und retuschieren kleine Kratzer weg oder tönen die
Vergrößerung.
Bei der digitalen Fotografie ersetzt der PC das Labor, denn das
jeweilige Foto liegt bereits unmittelbar nach der Aufnahme vor
und das Entwickeln entfällt. Stimmen die Pixelanzahl
(Bildauflösung) und die Farbsättigung? Fotografen und
Fotografinnen bearbeiten die Fotos am Bildschirm und
retuschieren sie oder korrigieren Farbe, Helligkeit oder
Kontrast mit den geeigneten Bildbearbeitungsprogrammen.
Anschließend drucken sie die fertig gestellten Fotos an Printern
aus oder speichern sie auf CD-ROM bzw. verschicken sie per
E-Mail direkt an den Auftraggeber.
Facettenreiche Schwerpunkte
In der Porträtfotografie versuchen Fotografen und Fotografinnen
von Anfang an, eine freundliche und entspannte
Aufnahmeatmosphäre zu schaffen. Sie beraten ihre Kunden mit
ausgesprochenem Gespür für Stil, Ästhetik und modische Trends.
Einfühlsam unterstützen sie die zu Porträtierenden, achten
insbesondere auf deren Gestik und Mimik, um ausdrucksvolle und
zur Aufnahmeintention passende Bilder zu erhalten. Die
individuellen Persönlichkeiten, Wünsche und Erwartungen
berücksichtigen sie dabei angemessen.
In der Produktfotografie arrangieren Fotografen und
Fotografinnen Aufnahmesituationen nach Vorgaben der Kunden und
richten die Lichtverhältnisse entsprechend der beabsichtigten
Bild- oder Werbeaussage ein.
In der Industrie- und Architekturfotografie legen sie die
geeigneten Aufnahmestandpunkte fest und berücksichtigen dabei
das Aufnahmeumfeld, die Witterungseinflüsse und den besten
Zeitpunkt des Tages für die Fotografien. Selbstverständlich
beachten sie etwaige Sicherheitsvorschriften vor Ort genau.
In der Wissenschaftsfotografie wiederum verwenden Fotografen und
Fotografinnen neben Fachkamerasystemen oft fotografische
Aufnahmegeräte im Makrobereich und erstellen z.B. vergleichbare,
farbverbindliche und skalierte Dokumentationsaufnahmen. Je nach
Aufnahmegegenstand und -situation müssen sie z.B. hygienische
Anforderungen, klimatische Bedingungen sowie die
Lichtempfindlichkeit der Aufnahmeobjekte besonders stark
beachten.
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Fotografen und Fotografinnen haben folgende Aufgaben:
im Bereich Gestaltung und Anfertigung der Aufnahme
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Aufträge mit
den Kunden besprechen (entsprechend der Zielsetzung:
Porträt, Information, Werbung, Illustration, Dokumentation)
-
Kunden
beraten
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konzeptionelles Gestalten der Aufnahmen (Bildkompositionen
entsprechend den fachlich-technischen Vorgaben)
-
Layoutgestaltung nach Kundenvorgabe oder nach eigener
Intention
-
Geräte und
Filme entsprechend der Auftragszielsetzung bzw. der
gewählten Technik auswählen
-
Geräte für
die Aufnahme vorbereiten (Objektive einsetzen, Filme
einlegen, Belichtungszeiten und Blende einstellen,
Beleuchtungsmittel, -geräte einrichten)
-
Motiv bzw.
Modelle arrangieren
-
Motiv
ausleuchten und Objektiv einstellen (Schärfe)
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Warten und
Pflegen der einzelnen Geräte, Filter und Linsen
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insbesondere
im Schwerpunkt Porträtfotografie: Anweisungen an die zu
fotografierenden Personen geben, Gespräche während der
Aufnahme führen (eine günstige Atmosphäre wirkt sich
entscheidend auf die Qualität der Aufnahmen aus)
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insbesondere
im Schwerpunkt Produktfotografie: Hintergrund und Requisiten
auswählen und arrangieren
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insbesondere
im Schwerpunkt Wissenschaftsfotografie: hygienische
Anforderungen, klimatische Bedingungen sowie
Lichtempfindlichkeit der Aufnahmeobjekte beachten
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insbesondere
im Schwerpunkt Industrie- und Architekturfotografie:
geeignete Aufnahmestandpunkte festlegen, das Aufnahmeumfeld,
die Witterungseinflüsse und den besten Zeitpunkt des Tages
für die Fotografien berücksichtigen, etwaige
Sicherheitsvorschriften vor Ort beachten
im Bereich fototechnischer Laborarbeiten
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Entwicklungsarbeiten in Schwarzweiß und Farbe
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Negative
korrigieren
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Umkopieren
der Negative, filtern
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Vergrößerungen anfertigen
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ggf.
manuelle, herkömmliche Retuschearbeiten
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Aufnahmen
kolorieren, tönen
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Fotos auf
Karton oder Holz aufziehen
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fotografische
Reproduktionen anfertigen
-
Qualitätskontrollen durchführen
-
Entwicklungs-
und Kopiermaschinen einstellen, bedienen und überwachen
-
fotochemische
Bäder ansetzen, kontrollieren, regenerieren, neutralisieren
und entsilbern
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Chemikalien
fachgerecht lagern und entsorgen
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Maschinen,
Arbeitsgeräte und Einrichtungen reinigen, pflegen und
instand halten
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im Bereich
der digitalen Bildbearbeitung
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Aufnahmen
digitalisieren
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digitalisierte Bilder mit Hilfe geeigneter Computerprogramme
weiterverarbeiten
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