Studium
Foto-Design wird an Fach-, Kunst-
oder Gesamthochschulen studiert. An einigen Hochschulen wird
Foto-Design bzw. Fotografie als eigenständiger Studiengang
angeboten, an den meisten anderen Ausbildungsstätten werden
Foto-Design-Qualifikationen jedoch im Rahmen der Studiengänge
Grafik-Design, Visuelle Kommunikation oder Kommunikationsdesign
erworben.
Zum Studium wird zugelassen, wer
über die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, über
die Fachhochschulreife oder über einen als gleichwertig
anerkannten Bildungsstand verfügt.
Fachhochschulen verlangen in der
Regel den Nachweis eines Praktikums, das entweder bereits vor
Aufnahme des Studiums oder während des Studiums absolviert
werden muß.
An einigen Hochschulen bestehen
Zulassungsbeschränkungen.
Die Regelstudienzeit beträgt
durchschnittlich zwischen 7 und 8 Semestern.
Regelstudiendauer: 7 - 8 Semester
Inhalte und Ablauf
Das Studium des Foto-Designs
gliedert sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. Die
Studierenden können zwischen verschiedenen Ausbildungsmodellen
wählen, die sich in der Ausrichtung ihres Schwerpunktes
unterscheiden.
Im Grundstudium des
Ausbildungsmodells "Foto-Design-Spezialist mit breiter
Basis" befassen sich die Studierenden beispielsweise mit
Themen wie:
- Allgemeine und fotografische
Gestaltungsgrundlagen
- Gestaltungslehre
- Fotografie/Film
- Plastisches Gestalten
- Schrift/Typografie
- Foto-Technik, Film-AV-Technik.
Nach dem Grundstudium (üblicherweise
also nach dem 3. bzw. 4. Semester) legen die Studierenden in den
Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen des Grundstudiums
zumeist eine Diplom-Vorprüfung ab. Einige Hochschulen
verzichten auf eine Prüfung; das Grundstudium gilt als
bestanden, wenn die erforderlichen Leistungsnachweise vorgelegt
werden. Im Hauptstudium können stärker individuelle
Interessenschwerpunkte gesetzt werden. Außerdem werden die im
Grundstudium erworbenen Kenntnisse erweitert und vertieft.
Inhalte sind beispielsweise:
- Konzeption und Entwurf des
Foto/Film-Designs
- Experimentelles Gestalten
(Foto/Film/AV)
- Ausstellungsdesign
- Kunstwissenschaft
- Designtheorie.
Das Studium schließt ab mit der
Diplomprüfung.
Berufsausübung
Für Foto-Designer bieten sich
Ausübungsmöglichkeiten in der Werbung, der Public-Relations-
und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich der Fotoreportage
und des Bildungsjournalismus. Auch wissenschaftliche
Forschungseinrichtungen, kulturelle Institutionen sowie die
Fotografische Industrie bieten Einsatzmöglichkeiten. Die pädagogische
Lehrtätigkeit an Ausbildungseinrichtungen stellt außerdem ein
mögliches Betätigungsfeld dar.
Einsatzbereiche (beispielhaft
mit Tätigkeiten)
- Werbeagenturen, PR- und Öffentlichkeitsarbeit:
Erforschung der Motive der jeweils anzusprechenden
Zielgruppe zur Feststellung möglicher Appelle für die
Kommunikationsmittel Bild und Text, Auswahl möglicher
Werbekonzeptionen und Werbeträger, Festlegung des
Stellenwertes der bildlichen Information im Rahmen dieser
Leitlinien und Konzeptionen, Entwicklung einer oder mehrerer
Bildideen oder -konzeptionen
- Fotografische Industrie:
Entwicklung fotografischer Technologien und Verfahren, Überwachung
fototechnischer und fotochemischer Produkte und
Produktionsabläufe
- Editoriale Arbeit, Reportagen
und Bildjournalismus: Recherche der zur Verfügung stehenden
Informationsquellen des zu bearbeitenden Themas, Kontrolle
und Überprüfung der gewonnenen Informationen, Konzeption
eigenen Bildmaterials unter Nutzung der schriftlichen und
bildlichen Informationen und der Aussagen der ermittelten
Ansprechpartner
- Wissenschaftliche
Forschungseinrichtungen:
Analyse oder Dokumentation technischer, physikalischer,
chemischer, biologischer, medizinischer oder sonstiger
Verlaufsprozesse, Bestimmung und Auswahl der dafür
geeigneten fotografischen Mittel und Methoden, Anlegen von
Bildarchiven
Berufliche Weiterbildung
(Beispiele)
Weiterführende Studiengänge
- Bühnenbild
- Film-, Schwerpunkt: Regie
Drehbuch
- Freie Grafik
- Freie und angewandte Keramik
- Künstlerweiterbildung Kunst
und Design
- Kunst und öffentlicher Raum
- Medienpraxis/Journalismus
- Produktgestaltung
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